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Universitätsklinikum Essen
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Gynäkologie

Leistungsspektrum

Unsere operative Gynäkologie umfasst folgende Leistungen:

Sogar, wenn wir die Gebärmutter nicht erhalten können oder die Erhaltung medizinisch nicht sinnvoll ist, können wir in der Regel auf große Bauchschnitte verzichten.

Bei nicht bösartigen Erkrankungen der Gebärmutter bietet sich eine Kombination von Laparoskopie und vaginalem Operieren (durch die Scheide) für diesen Eingriff an, der in der Fachsprache "laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie" (LAVH) heißt und einen Bauchschnitt vermeidet. Wenn nur der obere Teil er Gebärmutter erkrankt ist, kann ggf. der untere Teil bleibt erhalten (LASH), oder die gesamte Gebärmutter wird mittels Laparoskopie entfernt (TLH).

Die Patientin bleibt im Anschluss bis zum Wohlbefinden, in der Regel etwa fünf bis sieben Tage in stationärer Behandlung; eine frühere Entlassung ist auf Wunsch jederzeit möglich. Sie kann jedoch schon am Tag nach der Operation wieder aufstehen und normale Kost zu sich nehmen. Außerdem ist der Wundschmerz erheblich geringer als bei einer konventionellen Gebärmutter-Entfernung.

Bei Eingriffen an den Eierstöcken hat sich die minimal-invasive Methode (Laparoskopie) inzwischen fast vollständig durchgesetzt. Wir operieren alle gutartigen Erkrankungen, z.B.

  • über mehrere Monate bestehende Zysten, oder schmerzhafte große Zysten
  • gutartiger Eierstockstumoren
  • Sterilität
  • Schmerzen verursachende Verklebungen oder Adhäsionen zwischen den Eierstöcken und benachbarten Organen
  • komplette Entfernung eines oder beider Eierstöcke

Bekannte bösartige Tumoren der Eierstöcke werden nicht minimal invasiv therapiert, da die Gefahr der Verschleppung bösartiger Tumorzellen durch eine Ruptur des Tumors im Bauchraum mit der eventuellen Bildung von Tochtergeschwülsten nicht abzuschätzen ist.

Auch Eingriffe an den Eileitern führen wir fast ausschließlich minimal-invasiv aus. z.B.

  • bei Verklebungen zwischen den Eileitern und den Eierstöcken, dem Uterus oder dem Bauchfell des kleinen Beckens
  • bei endständigem Verschluss des Eileiters durch zurückliegende Entzündungen zur Eröffnung
  • bei Eileiterschwangerschaft.

Routinemäßig entfernen wir zum Beispiel Myome des Uterus. Myome sind gutartige Tumoren, welche aus der Muskulatur der Gebärmutter entstehen. Myome müssen nicht zwingend operiert werden. Unter bestimmten Umständen ist eine Operation aber ratsam: Unter anderem wenn

  • Die Myome schnell wachsen
  • Sie die Nachbar-Organe verdrängen oder behindern (z.B. Druck eines großen Myomes auf die Harnblase)
  • Sie die Mechanismen im Uterus selbst behindern , etwa den Eizellauffang und -transport nach dem Eisprung durch den Eileiter in die Gebärmutterhöhle
  • Myome im Innern der Gebärmutterhöhle zu ausgeprägten Blutungen oder verhindern, dass eine befruchtete Eizelle sich einnistet.
  • Bei Kinderwunsch, denn nach Entfernung großer Myome tritt eine Schwangerschaft schneller ein bzw. ist komplikationsärmer.
  • Myome tief im Muskelmantel die Architektur der Muskelwand derart beeinträchtigen, dass es zu Blutungen, Fehlgeburten, vorzeitigen Wehen, Frühgeburten und Behinderungen des kindlichen Wachstums kommt

Innerhalb der Gebärmutterhöhle liegende Myome werden durch eine Gebärmutterspiegelung oder Hysteroskopie diagnostiziert und entfernt, die anderen über eine Bauchspiegelung.
Die Erfolgsquote ist hoch, bei den meisten Frauen kann das Myom in einem minimal-invasiven Eingriff unter Vollnarkose komplett entfernt werden

Des Weiteren behandeln wir auf diesem Wege Erkrankungen, die den gesamten Bauchraum betreffen, wie

  • Verwachsungen
  • Entzündungen
  • Endometriose

Kleinere Eingriffe führen wir in der Regel ambulant durch.

Bei bestimmten Tumorerkrankungen und in seltenen Fällen auch bei ausgeprägten Endometioseerkrankungen können sehr ausgedehnte operative Eingriffe, bis zur Entfernung der Harnblase, des Enddarms, Anteilen des Bauchfells sowie der Lymphknoten entlang der grossen Gefäßsysteme notwendig werden. Diese Operationen sind in unserer Klinik Routineeingriffe, die in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Fachabteilungen für Urologie, Chirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin durchgeführt werden. Ebenso stehen alle für die Planung solcher Eingriffe notwendigen apparativen Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Wir beraten Sie in allen Fragen diesbezüglich gerne.

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