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Universitätsklinikum Essen
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Gynäkologie

Vulvakarzinom

Das Vulvakarzinom wird durch Operation behandelt. Auch wenn die Behandlung, insbesondere in frühen Stadien mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Heilung führt, gibt es grundsätzlich dennoch zwei Probleme im Zusammenhang mit der Behandlung, deren Beachtung von Anfang an sehr wichtig ist:

Die Operation kann zu einer sehr unschönen Veränderung der Genitalregion führen, sodass hier Operationstechniken eingesetzt werden müssen, die eine Entfernung des Tumors im Gesunden, jedoch gleichzeitig auch eine möglichst optimale kosmetische Wiederherstellung der Region ermöglichen. Hierzu bedarf es einer großen operativen Erfahrung.

Die Entfernung der Lymphknoten in den Leisten führt nicht selten zu Heilungsstörungen in den Leisten oder Lymphstau in den Beinen. Hier ist eine sehr sorgfältige Abwägung im Hinblick auf die Notwendigkeit der Entfernung der Lymphknoten, der Frage, ob diese beidseitig entfernt werden müssen, oder ob bei kleineren Tumoren auch eine Fährtenlymphknotenentfernung (Sentinellymphonodektomie), als besonders schonendes Verfahren zur diagnostischen Abklärung eingesetzt werden kann.

Da dieser Tumor relativ selten ist, werden diese Operationen an vielen Kliniken auch nur sehr selten durchgeführt und man sollte darauf achten, dass wenigstens 15- 20 dieser Operationen an der Klinik pro Jahr durchgeführt werden, das sind 1- 2 pro Monat.

Kriterien zur Auswahl des Zentrums

Folgende Kriterien können bei der Auswahl des Zentrums helfen:

  • die Klinik ist ein durch die deutsche Krebsgesellschaft zertizifiertes Gynäkologisches Krebszentrum
  • die Klinik ist als Europäisches Gynäkologisches Krebszentrum durch die ESGO (European Society of Gynecologic Oncology) akkreditiert
  • die gynäkologische Klinik ist Teil eines durch die deutsche Krebshilfe geförderten onkologischen Spitzenzentrums eines sogenannten Comprehensive-Cancer-Centers (CCC)
  • der behandelnde Arzt, bzw. Operateur besitzt die Schwerpunktanerkennung (gynäkologische Onkologie) durch die Landesärztekammer, oder ist er (noch besser) sogar weiterbildungsermächtigt für diesen Schwerpunkt

Bei der Entscheidung, wo die Primärbehandlung stattfindet sollte berücksichtigt werden, das hier in der Regel die wichtigsten Weichen für den weiteren Verlauf gestellt werden und die Therapie eines Rezidives (Wiederauftreten des Tumors) sehr häufig wesentlich schwieriger, weniger aussichtsreich und komplikationsreicher ist, als die primäre Therapie.

Nun wird eine Klinik nicht alle diese Kriterien erfüllen; Die wichtigsten Kriterien sind die Zertifizierung als gynäkologisches Krebszentrum durch die deutsche Krebsgesellschaft und dass, der die Operation durchführende Arzt im Besitz der Schwerpunktweiterbildung Gynäkologische Onkologie ist.

Wenn Sie aktuell akut erkrankt sind und einen Rat benötigen, dann kontaktieren Sie uns!

Prof.  Dr. med. Rainer Kimmig
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Prof. Dr. med. Rainer Kimmig

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Sprechstunde der Poliklinik

Wir bieten Ihnen eine Spezialsprechstunde an, wo sich Patientinnen mit gynäkologischen Malignomen zur Einholung einer Zweitmeinung bzw. zur Nachsorge bei speziellen Fragestellungen jederzeit gerne vorstellen können.

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